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Bisherige
Karriere
Ich
wurde geboren. Damals war ich noch ganz klein und draußen
war es tierisch kalt. Das war der 29.11.1977. Ein
Dienstag, glaub ich. So genau erinnern kann ich mich nicht
mehr. Ich hatte nur Augen für meine hübsche Mama. Und
für die Hebamme. Und für ihre tolle Assistentin, die ich
vor überschwänglicher Freude gleich mal angepullert hab.
Nach diesem Erfolgserlebnis durfte ich zum ersten mal mein
neues Zuhause bewundern. Nett war es da und sehr
gemütlich. Ich hatte sogar einen Papa, der immer wollte,
dass ich Fußballer werde. Aber bei meinen O-Beinen hielt
diese Euphorie nicht gerade an. Dann wollte er, dass ich
Handwerker werde. So wie er. Der Gute übersah allerdings
meine zwei linken Hände. Dann sagte er: "Mach, was
Du willst. Aber mach es richtig!" Das hab ich dann
auch versucht...
Ich
machte also, dass ich in den Kindergarten kam. Umgeben war
ich dort nur von Frauen, die sich um mich kümmerten. Frau
Schiller zum Beispiel. Eine tolle Zeit, dachte ich noch so
bei mir und zack, hatte ich auch schon eine Schultüte in
der Hand. Schule? Was das? Ich hatte zehn Jahre Zeit, das
herauszufinden und kam 1994 zum Schluss, dass ich mich nie
so richtig mit ihr anfreunden konnte. Aber auch das musste
ja sein. Und trotzdem waren auch das herrliche Jahre für
mich. Meine erste große Liebe traf ich in der Schule.
Frau Grüneberg. Die war ledig, trug immer einen Rock und
eine sensationelle Frisur, bei der sogar Angie Merkel
eifersüchtig geworden wäre. Noch lieber hatte ich aber
Frau Spielberg. Die war nett. Und Frau Uecker auch. Und
Frau Krawczyk erst. Das war ne Granate. Eine tolle Zeit.
Wirklich. Ich fühlte mich teilweise pudelwohl, hätten
nicht die Aufsätze, Hausaufgaben und das ständige
Aufpassen meine Schwärmereien unterbrochen...
1994
war alles vorbei. Der Ernst des Lebens sollte beginnen.
Die Sache mit dem Profifußball hatte sich ja schon
beizeiten erledigt, auch die Geschichte mit der
Handwerker-Karriere. Ich sollte ja das machen, was ich
will, hatte ich noch so in Erinnerung. Also bewarb ich
mich beim Radio. Ich wollte Radio machen. Ich war ein Fan
von Radio. Ich hörte jeden Tag den Alten Ami Rik DeLisle
auf 94,3 rs2. Das wollte ich machen. Musik spielen und nen
Schlag aus dem Leben erzählen, Menschen unterhalten und
Spaß dabei haben. Für den Sender war ich noch zu jung -
erst 16, erhielt also eine Absage. Was solls, dann werde
ich eben Sekretärin! Gesagt, getan. Bewerbung, Gespräch,
eingestellt - Ausbildung zur Sekretärin. 1994 sagte man
dazu auch in neudeutsch Bürokaufmann. Drei Jahre fristete
ich im QualifizierungsCentrum der Wirtschaft in
Eisenhüttenstadt. Diese Zeit war toll. Lauter hübsche
Frauen um mich herum. Frau Angolini zum Beispiel. Oder
Frau Zengerling. Die war der Hammer! Wirklich. Die trug
jeden Tag einen Rock und hatte eine Frisur, bei der Angie
Merkel und Frau Grüneberg blass geworden wären. Topf
auf, rundherum schnipp-schnapp - Haare ab. Toll. Aber
bevor ich sie fragen konnte, ob wir heiraten, stand ich
schon vor der Prüfungskommission, die mir meinen
Fachwisch in die Hand drückte und froh war, dass ich
Klugscheißer endlich raus war.
1997
- ich stand wieder da und wollte was richtiges machen. Bis
zur Rente in einem Büro zu versauern - nee danke. Ich
bewarb mich beim Radio, ich war ja jetzt drei Jahre
älter. Es wurde aber niemand im Hause rs2 gebraucht.
Absage. Gut, dann geh ich erstmal zum Bund. Aber nee, ich
hab nen kaputten Rücken. Militär? Marschgepäck? Sport?
Waffen? Gewalt? Ähm, ich entschied mich für den
Zivildienst und startete eine beispiellose Karriere. 13
Monate lang schob ich Omis über den Flur, badete diese,
fütterte sie, stahl ihre Rollstühle für eigene Rennen
über den Flur, putzte die Leichenhalle und lernte viel
fürs Leben. Eine tolle Zeit mit nicht mehr ganz so
hübschen Frauen. Aber eine tolle Zeit.
1998
- Als Zivi mit neuen Lebensansichten, der bald seine
Zivizeit beenden sollte, wollte ich künftig die Welt
verändern und Bundeskanzler werden. Aber da müsste ich
ja in nem Büro alt werden. Und dann noch diese trockene
Politik dazu. Ich bewarb mich wieder beim Radio. 94,3 rs2
- das sollte es sein. Da wollte ich hin. Ich kriegte den
Job. Ich wurde Praktikant im Regionalstudio Frankfurt/Oder
und lernte Kaffee kochen, Zeitungen holen und Berichte
schneiden, Umfragen machen, Interview-Töne zu
organisieren und dem Moderator nichts abzuschlagen.
Täglich von 7:30 bis 24 Uhr. Eine wahnsinnig aufregende
Zeit. Parallel dazu machte ich meinen Führerschein und
fuhr mein erstes Auto zu Schrott. Seitdem hab ich ein
gespaltenes Verhältnis zu Brummis, die mir die Vorfahrt
nehmen. Diesen Crash hab ich gerade so überlebt.
Ich
wollte aber mehr, als nur Praktikant sein. Ich wollte
selbst da am Mikrofon sitzen und bewarb mich direkt in
Berlin am Hauptsitz des Senders. Absage, weil kein neuer
Moderator gebraucht wird.
Aber
nicht mit mir, Freunde. Nach dieser Absage schickte ich
ZWEI Bewerbungen an rs2. Wieder ne Absage. Und
Wiederholung bitte: ZWEI neue Bewerbungen gingen auf die
Reise. So lief das Spielchen etwa 2 Monate. Mit jeder
Absage schickte ich zwei Bewerbungen an den Sender. Bis
ein Anruf von Jochen Trus kam. Ein toller Mann. Er
beschwerte sich über den Boom an Bewerbungen von mir und
wollte mich kennen lernen. Sowas hartnäckiges hätte er
bisher noch nicht erlebt. Kurzerhand verabredeten wir uns
zum Kaffee und am nächsten Tag saß ich schon im Studio
und fuhr meine ersten Probesendungen. Na geht doch. Der
Startschuss war gefallen.
Neben
meiner atemberaubenden Laufbahn als Radiomoderator
probierte ich mich auch als Schauspieler aus. Immer mal
wieder übernahm ich kleinere Rollen bei RTL- und
ZDF-Produktionen und war im Sommer 2004 als
Kleindarsteller zum Beispiel in "GZSZ",
"Die Wache" oder "Die Mandantin" zu
sehen.
Bis
zum 12.12.2004 blieb ich bei 94,3 rs2 in Berlin und
moderierte alle möglichen Sendungen, lernte die coolsten
Frauen der Welt kennen und tobte mich auf den Bühnen in
ganz Deutschland als Party-DJ aus. Eine tolle Zeit. Die
schönste Zeit meines Lebens. Nach knapp 1.000 Sendungen
für rs2 war dann Schluss. Tapetenwechsel. Etwas neues
musste her. Da flatterte mir das Angebot von ANTENNE
MECKLENBURG-VORPOMMERN ins Haus. Tägliche Abendsendung,
hieß es. Die machte ich aber nur ein halbes Jahr und
übernahm dann die Nachmittagssendung, die wir gemeinsam
ROSS IM RADIO tauften. Seitdem begrüßt mich jeder Dritte
auf der Straße mit einem Pferdewiehern. Ist aber auch
schön.
Bisher
habe ich für ANTENNE MECKLENBURG-VORPOMMERN mehr als 900
Sendungen moderiert. Und voraussichtlich kommen noch
einige dazu. Ich habe jeden Tag mit attraktiven Frauen zu
tun. Aber die schönste Frau dieser Welt, die ich je
kennen lernen durfte, kuschelt sich jeden Abend in mein
Bett und weckt mich morgens ganz zärtlich.
Zaubermaus
Ria lernte ich am 22. Januar 2005 im Van der Falk Resort
Linstow kennen und lieben. Mit ihr verbringe ich die
schönsten Stunden meines Lebens, abseits von Studios oder
Bühnen. Sie ist mein Ruhepool, mein Antreiber, mein
Therapeut, mein Zuhörer, mein Ein und Alles! Maus,
schön, dass es Dich gibt!!!
2008
- Ich bin immer noch damit beschäftigt,
Mecklenburg-Vorpommern davon zu überzeugen, dass ich ein
Partytier bin. Mit wöchentlichen Partysendungen bei
ANTENNE MECKLENBURG-VORPOMMERN und auch mit monatlichen
Partys in der Rostocker Fliegerkneipe SCHALLMAUER lebe ich
meinen "Fetentrieb" maximal aus. Und siehe da:
Nach drei Jahren klingelt mein Telefon und rs2 aus Berlin
ist dran. "Ob ich wieder in der Hauptstadt
antrete?" - Na klar. Ich bin dabei. Die alte Sendung
wird mit frischer, neuer Dynamik wieder aufgewärmt. Aber
was heißt aufgewärmt? Wenn ich schon wieder bei meiner
Heimatstation aktiv werden darf, dann diesmal richtig. Wir
lassen die Hütte wackeln, bis die Fensterscheiben aus den
Rahmen platzen! Ab sofort bin ich wieder für zwei Sender
tätig: Für ANTENNE im Nordosten und für rs2 in
Berlin-Brandenburg. Endlich wieder in der Heimat funken
und die neu erworbene Liebe zum Urlaubsland Nummer eins
weiter pflegen. Das isses doch. Ich bin dabei...
Fortsetzung
folgt...
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FAQ -
Fragen, Antworten
1.
Ist Maik Roß Dein Künstlername?
Nein!
2.
Wie bist Du zum Radio gekommen?
Mit
dem Fahrrad war es zu weit. Ich hab das Auto genommen. Der
Rest steht ja etwas weiter oben!
3.
Macht Dir das alles Spaß?
Was
antwortet man darauf? Natürlich macht der Job Spaß.
Jeden Tag lerne ich neue, interessante Menschen kennen.
Jeden Tag stolpere ich über die chaotischsten Geschichten
in der Welt, die ich so nicht glauben kann. Ich werfe sie
in der Sendung auf oder mache meinem Frust Luft. Manchmal
rufen Leute an, die das genauso sehen wie ich - manchmal
sind welche dabei, die mich für total bescheuert
erklären. Radio ist für mich die Kommunikation mit
Freunden, die ich noch lange nicht persönlich kennen
gelernt habe. Und wenn gerade diese sich noch zu Wort
melden, haben wir den Stammtisch doch fast zusammen. Ich
rede mit meinen Hörern genauso, wie mit meinem besten
Freund in der Kneipe. Ich sage, was mich am System stört
oder über welche Meldung der Presseagentur ich lachen
kann. Ich vermittle meinem Freund/Hörer Neuigkeiten, die
für ihn wichtig sein können und präsentiere ihm seine
Lieblingsmusik. Gutgelaunt. Immer mit einem Zwinkern im
Auge. Das macht keinen Spaß! Das ist Leidenschaft. Das
ist pure Liebe zu diesem Medium. Das ist die absolute
Hingabe zum Hörer meiner Sendungen. Ich bin für jeden
da, der mich braucht - privat oder auch
"beruflich". Und das ist der Grund, warum ich
diesen Job so liebe. Für meine Hörer kann ich da sein,
ich kann aktiv werden, wenn sie mich brauchen oder ich
unterhalte sie einfach. Spaß ist das nicht...
Diese
drei sind die meistgestellten Fragen der letzten 10 Jahre.
Die FAQ könnte noch um Meilen erweitert werden. Wir
belassen es erstmal bei diesen Antworten. Habt Ihr noch
mehr Fragen? - Immer her damit! Vielleicht sind sie für
alle so interessant, dass sie hier erscheinen. Sonst
antworte ich natürlich direkt :o)
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